Zum Inhalt springen
Kuchenfee, zur Startseite

Test · 9:30 Min · 1. September 2016

Italienische vs. Schweizer Meringue Buttercreme: Unterschiede

Was ich jahrelang als italienische Buttercreme bezeichnet habe, ist eigentlich eine Swiss Meringue. Ich zeige beide Herstellungswege nebeneinander und vergleiche das Ergebnis.

Zuckersirup, italienische Methode
116 Grad
Wasserbad, Swiss Meringue
65 bis 70 Grad
Wasser im Topf
etwa 1 cm
Butter
Zimmertemperatur, nicht hart
Baisermasse beim Zugeben der Butter
kalt, also Zimmertemperatur

Das Wichtigste

  • Worin sich die beiden Baiser-Methoden unterscheiden

  • Warum der Zuckersirup genau 116 Grad braucht

  • Wie ähnlich die fertigen Cremes am Ende sind

Schritt für Schritt

  1. 01

    Für die Swiss Meringue Eiweiß und Zucker über einem Wasserbad mit etwa einem Zentimeter Wasser bei mittlerer Hitze auf 65 bis 70 Grad erwärmen.

  2. 02

    Die Masse aufschlagen, bis sie wieder kalt ist.

  3. 03

    Für die italienische Methode Zucker und Wasser auf 116 Grad kochen, während das Eiweiß aufgeschlagen wird.

  4. 04

    Den Sirup in einem dünnen, gleichmäßigen Faden einlaufen lassen.

  5. 05

    Beide Massen kalt schlagen und dann zimmerwarme Butter zugeben.

Das brauchst du dafür

  • Eiweiß
  • Zucker
  • Butter
  • Wasser

Typische Fehler

Das aufgeschlagene Eiweiß fällt zusammen

Woran es liegt: Der Zuckersirup ist zu schnell eingelaufen

Was hilft: In einem dünnen, gleichmäßigen Strahl zugeben

Die Creme wird sandig

Woran es liegt: Der Zucker kristallisiert aus, weil der Sirup nicht heiß genug war

Was hilft: Mit dem Thermometer genau auf 116 Grad kochen

Das Eiweiß schlägt nicht auf

Woran es liegt: Fett- oder Spülmittelreste in der Schüssel

Was hilft: Alle Geräte penibel sauber halten, bei Eiweiß ist das nicht verhandelbar

Die Creme wird flüssig

Woran es liegt: Die Baisermasse war beim Zugeben der Butter noch warm

Was hilft: Wirklich bis Zimmertemperatur kalt schlagen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen italienischer und Schweizer Buttercreme?

Nur die Herstellung des Baisers: bei der italienischen wird heißer Zuckersirup ins aufgeschlagene Eiweiß gegossen, bei der Schweizer werden Eiweiß und Zucker über dem Wasserbad erwärmt und dann kalt geschlagen.

Warum genau 116 Grad?

Bei dieser Temperatur kristallisiert der Zucker in der fertigen Creme nicht mehr aus, die Creme bleibt geschmeidig. Ein Zuckerthermometer ist dafür unverzichtbar.

Aus meiner Praxis

Ich zeige die drei Fachbücher, mit denen ich in meiner Ausbildung gearbeitet habe. Dort stehen nur deutsche, französische und italienische Buttercreme. Die Swiss Meringue kommt darin nicht vor. Daraus erkläre ich das jahrelange Missverständnis und stelle es ausdrücklich richtig. Meine Einschätzung bleibt: bis auf die Herstellung des Baisers verhalten sich beide Cremes für mich gleich.

Teilen