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Grundrezepte, Torten, Deutsch

Mein luftiger Biskuit für Charlotte mit Apfel und Sahne

von Kuchenfee Lisa

Ausgebildete Konditorin

Biskuit für Charlotte
Foto · Kuchenfee Lisa, in ihrer Backstube

4,8 (6)von 5, 6 Bewertungen

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Vorbereitung
20 min
Backzeit
12 min
Gesamt
32 min
Schwierigkeit
Mittel
Ergibt
16 Stücke

Eine Charlotte mit selbst gebackenem Biskuitboden hat einfach mehr Charakter als die Variante mit gekauften Löffelbiskuits aus dem Supermarkt. Bei meinem Rezept arbeite ich mit einem klassischen Eigelb-Zucker-Biskuit auf einem halben Backblech, der später auf einem Mürbeteig-Boden mit Karamell, einer Apfelfüllung und aromatisierter Sahne kombiniert wird. So entsteht eine moderne, etwas schickere Charlotte, die trotzdem mit ganz normalen Zutaten aus dem Vorratsschrank funktioniert und nicht nach Konditorei-Großeinkauf verlangt.

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Das Rezept besteht aus zwei Basics, die ich euch beide schon einmal gezeigt habe: ein dünner Mürbeteig und ein flacher Biskuit, beide nebeneinander auf einem Standard-Blech mit etwa 32 mal 37 Zentimetern. Das Wichtigste beim Biskuit für Charlotte ist die Eigelb-Masse: so lange aufschlagen, bis sie richtig hell und cremig ist, sonst kriegt ihr keinen luftigen Boden, der die Schichten später trägt. Den fertigen Biskuit trimme ich noch ofenwarm im Tortenrahmen, da lässt er sich sauber zurechtschneiden, ohne zu brechen. Hier kommt mein komplettes Rezept für den Biskuit für Charlotte samt Aufbau der Torte:

Zutaten

für 16 Stücke

Biskuit

  • 3Eier
  • 3Eigelb
  • 120 gZucker
  • 2 PaketVanillinzucker
  • 1 PriseSalz
  • 100 gMehl
  • 15 gPuddingpulver Vanille

Mürbeteig

  • 50 gZucker
  • 100 gButter
  • 150 gMehl
  • 1 PriseSalz
  • 1 PaketVanillinzucker

Joghurtcreme

  • 4 BlattGelatine
  • 300 gJoghurt
  • 250 mlSahne
  • 50 gZucker

Apfelfüllung

  • 180 gÄpfelgeschält, entkernt, gewürfelt
  • 80 mlApfelsaftalternativ Wasser
  • 15 gSpeisestärke
  • 2 ELZucker
  • 1 TLApfelkuchengewürzalternativ Zimt

Ausserdem

  • Karamell
  • 100 mlSahne
  • 1 TLZucker
  • 1Sahnesteif
  • 1 MspZimt
  • Mandelstifte

Das brauchst du dafür

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Zubereitung

Mürbeteig

  1. Ofen vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.

    Umluft 190°C

    OberUnterhitze 220°C

  2. Aus den Zutaten einen Mürbeteig kneten und in die Hälfte des Bleches legen.

  3. Etwa 10-16 Minuten backen bis der Boden goldig ist, danach auf dem Blech komplett auskühlen lassen.

Biskuit

  1. Eier, Eigelb, Zucker, Salz & Vanillinzucker 10 Minuten aufschlagen.

  2. Trockene Zutaten vermengen und auf die Masse sieben, dann vorsichtig unterheben und auf das Backblech verstreichen.

  3. Auf Sicht goldig ausbacken, dann vom Blech nehmen und mit einem Geschirrhandtuch abdecken. Abgedeckt komplett auskühlen lassen.

  4. Das Papier vom Biskuit entfernen, die Ränder bei Bedarf etwas trimmen und anschließen in 2 Streifen schneiden, die so groß sind wie der Mürbeteigboden.

  5. Den Mürbeteigboden mit etwas Karamell bestreichen um den Biskuit darauf zulegen. Den Backrahmen um die Böden stellen.

Apfelfüllung

  1. Die Zutaten der Apfelfüllung in einem Topf unter mittlerer Hitze, bei regelmäßigem rühren zum kochen bringen, dann in die Form, auf den Biskuit geben und glatt streichen. Den zweiten Biskuit auflegen und das Blech mindestens zwei Stunden im Kühlschrank kalt stellen.

Joghurtfüllung

  1. Die Gelatine in ausreichend kaltem Wasser einweichen.

  2. Joghurt mit Zucker verrühren. Sahne steif schlagen.

  3. Die Sahne unter den Joghurt heben. Die Gelatine in der Mikrowelle auflösen, dabei darauf achten das sie nicht heiss wird, dann einen Esslöffel der Joghurtmasse in die Gelatine einrühren. Die angemachte Gelatine nun in die gesamte Joghurtsahne geben, unterziehen und auf dem Biskuit im Backrahmen verstreichen. Nochmals mindestens zwei Stunden kühlen.

Dekor

  1. Den Rahmen mit einem Messer entfernen. Die Schnitten nach Wunsch einteilen.

  2. Die Sahne mit dem Zucker und Sahnesteif steifschlagen, in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und anschließend Rosetten auf die Schnitten spritzen.

  3. Mit Mandelstiften und Zimt garnieren.

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1 Rückmeldung

  • kleinDinsche/Nadine

    Wickeltorten machen optisch immer was her und wenn sie dann auch noch lecker sind, kann keiner widerstehen . Viele Grüße kleinDinsche/Nadine

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Häufige Fragen

Warum den Biskuit auf einem halben Backblech statt rund backen?
Bei meinem Aufbau für die Charlotte teile ich das Backblech in zwei gleich große Flächen: eine Hälfte für den Mürbeteig, die andere für den Biskuit. So kriege ich zwei rechteckige Böden, die ich anschließend im Tortenrahmen exakt aufeinander stapeln kann. Eine runde Springform würde mir die Schichtarbeit unnötig kompliziert machen, weil ich den Biskuit dann nochmal nachschneiden müsste. Standard-Backblech mit 32 mal 37 Zentimetern reicht für eine ordentliche Charlotte für sechs bis acht Personen.
Wie halte ich den Biskuit nach dem Backen saftig?
Den fertigen Biskuit lasse ich im Backpapier auf einem feuchten, sauberen Handtuch komplett auskühlen und decke ihn dann nochmal mit dem Handtuch ab. So bleibt er schön zart und saftig, statt an den Rändern auszutrocknen. Vor dem Aufbau ziehe ich das Backpapier vorsichtig ab und schneide den Biskuit in der Mitte längs durch. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann den Biskuit auch mit etwas Apfelsaft tränken, bevor die Apfelfüllung drauf kommt.
Kann ich die Gelatine in der Sahnecreme ersetzen?
Ja, das funktioniert super. Ich weiß, dass viele von euch keine Gelatine mögen, deshalb arbeite ich oft mit Agar als Ersatz. Dafür koche ich die Agar einfach kurz mit etwas extra Apfelsaft auf und arbeite parallel die Sahne fertig. Wichtig ist, dass die Agar-Mischung nicht zu heiß in die Sahne kommt, sonst schlägt die zusammen. Bei der Menge orientiere ich mich an der Packungsanleitung, weil Agar je nach Hersteller unterschiedlich stark bindet.
Warum schneide ich den Biskuit zurecht, solange er noch warm ist?
Ofenwarmer Biskuit ist elastisch und lässt sich mit dem Tortenrahmen oder einem scharfen Messer sauber in Form bringen, ohne dass er bricht oder krümelt. Sobald er komplett ausgekühlt ist, wird er fester und reißt eher beim Trimmen. Ich stelle meinen verstellbaren Tortenrahmen direkt auf die halbe Blechgröße ein, drücke ihn in den noch warmen Biskuit und habe einen perfekt zugeschnittenen Boden. Die Restkrümel landen bei mir meistens als Topping auf der nächsten Charlotte oder einfach im Mund.
Wie lange muss die Charlotte im Kühlschrank fest werden?
Bei mir mindestens sechs Stunden, am liebsten aber über Nacht. Die Gelatine in der Sahnecreme braucht Zeit, um richtig zu greifen und alle Schichten zu einer schnittfesten Charlotte zu verbinden. Wenn ich nicht so lange warten kann, sind sechs Stunden bei guter Kühlung das absolute Minimum. Vor dem Servieren löse ich die Charlotte einfach mit einem Buttermesser vom Tortenrahmen und schneide sie mit einem langen, scharfen Messer in saubere Stücke.
Woraus besteht die zweite Sahneschicht oben drauf?
Auf die ausgekühlte Charlotte kommt bei mir noch eine aromatisierte Sahne als Deko-Schicht. Dafür schlage ich Sahne mit etwas Vanille und einem Schuss Sammlerstück auf, das gibt dem Ganzen ein leicht nussig-würziges Aroma. Die Sahne fülle ich in einen Spritzbeutel mit Sterntülle und setze damit kleine Rosetten auf die markierten Stücke. Dazwischen verteile ich noch ein paar Mandelstifte und kleine Apfelspalten, und ganz zum Schluss kommt etwas Karamell darüber. Die Deko macht aus dem rustikalen Aufbau eine richtig schicke Tortenpräsentation.

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