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Grundrezepte, Deutsch, dutch

Mein einfaches Blätterteig-Rezept: holländische Blitz-Variante

von Kuchenfee Lisa

Ausgebildete Konditorin

Holländischer Blätterteig
Foto · Kuchenfee Lisa, in ihrer Backstube

4,9 (10)von 5, 10 Bewertungen

Selbst bewerten
Vorbereitung
5 min
Backzeit
40 min
Gesamt
45 min
Schwierigkeit
Mittel
Ergibt
1

Echter Blätterteig hat eigentlich den Ruf, ein Tagesprojekt zu sein: Butterplatte vorbereiten, tourieren, lange Ruhepausen einlegen, viel Geduld mitbringen. Die holländische Blitz-Variante geht einen anderen Weg. Hier wird die kalte Butter direkt in Würfeln in den Teig eingearbeitet, statt in einer großen Platte zwischen die Lagen geschoben zu werden. Durch das wiederholte Ausrollen und Falten entstehen trotzdem die feinen Schichten, die man von Blätterteig erwartet, nur eben etwas rustikaler.

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Ich mache diese Version genau so, wie ich sie in der Konditorei für die schnellen Tage gelernt habe. Mein Versprechen: ihr braucht keine Profi-Ausstattung und keine drei Stunden Backstube-Zeit. Wichtig ist nur eines: der Teig muss zwischen den Touren wirklich kalt bleiben, sonst verschwimmen Butter und Mehl und ihr kriegt am Ende einen Mürbeteig statt blättriger Schichten. Wer das einmal verstanden hat, dem gelingt das jedes Mal. Hier kommt mein einfaches Blätterteig-Rezept nach holländischer Art:

Zutaten

für 1

Zutaten

  • 250 gMehl
  • 200 gButterkalt, gewürfelt
  • 120 mlWasserkalt
  • 1 ELZucker
  • 1 PriseSalz

Baiser Füllung

  • 2EiweißGröße M
  • 115 gZucker
  • 30 mlWasser

Aprikosenriemchen

  • 1 kgAprikosenoder wie in meinem Fall Pfirsiche
  • 3 ELSpeisestärke
  • Zucker nach Bedarf
  • 3-4 ELAprikosenkonfitüre
  • Hagelzucker

Das brauchst du dafür

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Zubereitung

Blätterteig

  1. Mehl, Salz, Zucker & Butter in einer Küchenmaschine mit dem Flachrührer für einige Minuten vermengen.

  2. Wasser dazu geben, kurz zu einem Teig zusammenlaufen lassen und dann in Folie gepackt mindestens 2 h kalt stellen. Der Teig sollte flach gedrückt in die Folie gewickelt werden sodass alles gleichmäßig durch kühlt.

  3. Nach der Kühlpause, den Teig auspacken und auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen. Die Dicke ist unwichtig solang der Teig dreifach gefaltet werden kann. Man gibt dem Teig eine einfache Tour & dreht ihn um 90° sodass der Verschluss zur Seite zeigt. So arbeitet man den Teig noch 2 weitere male auf und wickelt ihn dann wieder in Folie um ihn für weitere 2 h kalt zu stellen.

  4. Den gekühlten Teig erneut mit etwas Mehl auf der Arbeitsfläche auf ca. 6mm ausrollen und nach Wunsch aufarbeiten.

  5. Backofen auf 190°C Umluft vorheizen. Die Backzeit ist abhängig vom Gebäck. Normalerweise sind die Backwaren durchgebacken wenn sie goldig braun sind. Bei den Schillerlocken hat die Backzeit 10-15 Minuten gedauert.

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10 Bewertungen.

4,9 (10)von 5, 10 Bewertungen

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3 Rückmeldungen

  • Karina

    Geniales Rezept!

  • Karin Beckmann

    Da werden Kindheitserinnerungen wach...liebe Grüße karin

  • Lilijakuchenfee

    Irgendwann, Ja irgendwann werde ich Blätterteig bestimmt mal selber machen. Danke das du soviel mit uns teilst und immer wieder Tipps hast. Deine Rezepte waren bis jetzt immer lecker, wir lieben sie einfach

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen deutschem, französischem und holländischem Blätterteig?
Der Unterschied liegt in der Art, wie die Butter eingearbeitet wird. Beim deutschen und französischen Blätterteig kommt die Butter als ganze Platte in den Teig und wird dann tourierend untergefaltet, das ist die aufwendige Variante mit Ruhepausen. Beim holländischen Blätterteig würfle ich die kalte Butter und arbeite sie direkt in den Mehlteig ein. Dadurch geht es viel schneller, deshalb heißt diese Variante auch Blitz-Blätterteig. Das Ergebnis blättert trotzdem schön auf, ist aber etwas rustikaler in den Schichten.
Was ist der Unterschied zwischen Blitz-Blätterteig und holländischem Blätterteig?
Das ist tatsächlich dasselbe. Holländischer Blätterteig und Blitz-Blätterteig sind zwei Namen für die gleiche Methode: kalte Butter in Würfeln direkt im Teig verarbeiten und ohne lange Ruhepausen tourieren. Der Begriff holländisch kommt aus der Konditorei-Tradition, blitz beschreibt einfach, wie schnell das Ganze geht im Vergleich zum klassischen Verfahren.
Wie oft muss ich den Blätterteig tourieren?
Ich mache vier Touren und bin damit meistens zufrieden. Es gibt auch Normen, wo bis zu sechs oder sieben Touren vorgeschrieben sind, aber für hausgemachten Blätterteig finde ich vier völlig ausreichend. Wenn ihr besonders feine Schichten wollt, könnt ihr eine fünfte Tour dranhängen. Wichtiger als die Anzahl ist, dass der Teig zwischen den Touren kalt bleibt.
Warum geht mein Blätterteig nicht richtig auf?
Meistens liegt das daran, dass die Butter zu warm geworden ist. Wenn die Butter beim Tourieren ins Mehl einschmilzt, entstehen keine sauberen Schichten mehr und im Ofen kann sich auch nichts auftrennen. Stellt den Teig zwischendurch immer wieder kalt, gerade wenn ihr merkt, dass die Arbeitsfläche warm wird. Auch zu viel Mehl zwischen den Lagen klebt die Schichten zu, deshalb mit dem Backpinsel überschüssiges Mehl abkehren.
Kann ich den selbstgemachten Blätterteig einfrieren?
Ja, das geht super. Ich packe den fertig tourierten Teig in Frischhaltefolie, dann nochmal in einen Gefrierbeutel und ab ins Tiefkühlfach. Hält sich gut drei Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank, dann ist er am nächsten Morgen einsatzbereit. Bei Raumtemperatur auftauen würde ich nicht, dann wird die Butter zu weich.
Welches Mehl nehme ich für Blätterteig am besten?
Ich nehme normales Weizenmehl Type 405, das funktioniert für mich am zuverlässigsten. Manche schwören auf Type 550 mit etwas mehr Klebereiweiß, das gibt dem Teig mehr Stand beim Tourieren. Beides geht. Wichtiger als der Mehltyp ist, dass die Butter wirklich eiskalt ist und ihr nicht zu viel Mehl beim Ausrollen unterstreut.

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