Von Kuchenfee
In der Konditor-Ausbildung im Rheinland habe ich die Mutzenmandeln zum ersten Mal gemacht, und sie schmecken bei mir bis heute genau wie damals: kleine, tropfenförmige Krapfen, super fluffig und richtig aromatisch. Mein eigenes Rezept aus dem Betrieb habe ich irgendwann verbummelt, aber das hier kommt geschmacklich exakt da hin, wo meine Erinnerung aus der Lehre liegt.
Der Unterschied zu den Standard-Versionen aus dem Netz: ich arbeite mit geriebenem Marzipan, Puderzucker und einem Schuss Rum, die ich erst zu einer weichen Paste verknete, bevor Milch, flüssige Butter und Mehl dazukommen. So kriegt man die Krume richtig saftig und das Aroma rund. Wichtig ist nur eines: der Teig muss mindestens eine Stunde kalt stehen, besser über Nacht, sonst lässt er sich nicht sauber ausrollen. Hier kommt mein Rezept für die klassischen, rheinländischen Mutzenmandeln, so wie ich sie in der Ausbildung gelernt habe:

1 Portionen · Schwierigkeit: Mittel
Puderzucker, Marzipanrohmasse und Rum zu einer cremigen Massen verarbeiten. Dieser Schritt baucht oft etwas Mühe und Zeit!
Eier & Eigelb nach einander dazu geben. Milch dazu geben. Butter dazu geben.
Mehl & Backpulver dazu geben, kurz einarbeiten bis eine sehr feste Masse entsteht.
Die Masse abgedeckt mindestens 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Das Fettbackgerät auf 175°C vorheizen.
Die Masse auf eine großzügig bemehlte Arbeitsfläche geben und auf etwa 8mm rollen. Mit dem Ausstecher ausstechen und überkopf ausschlagen.
Die Mutzenmandeln vorsichtig ins vorgeheizte Öl rutschen lassen und einige Minuten ausbacken bis sie goldig braun sind.
Nach Wunsch mit Puderzucker bestauben.